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Heute widme ich mein „in-die-Tasten-gehaue“ mal unserer Zukunft!

Die Jugend von heute…(welche vor Selbstbewusstsein strotzt und gegenteiliges von Giovanni darstellt)

Als ich letztens im Bus sass und Gedankenverloren die an mir vorbeirauschende Landschaft betrachtete, wurde ich unsanft aus meiner bevorzugten Art des Seins gerissen.

Polternd, laut und mit schlechtem Hip Hop bewaffnete Jugendliche im Alter von 14- 16 Jahren bestiegen den Bus. Die Clique bestehend aus fünf Personen (2Jungs& 3Mädchen) thronte lässig auf der Bank im hintersten Teil des Busses und fingen an zu gröhlen nachdem in dem (wirklich grottenschlechten) Song der Name „Uschi“ fiel. Sichtlich genervt drehten sich diverse Mitreisende zu der Clique um, einige schüttelten den Kopf und widmeten sich anschliessend wieder ihren Iphones, Zeitschriften und wahlweise ihren Kindern.

Die, so wie es scheinte, Cliquenanführerin Blondie (Blond gefärbt, Knallrote Fingernägel, Leoprint Pumps,- SizeZero- Jeans- und Push Up BH tragend) wandte sich an den Machotypen der sich durch ein schlechtes Augenmass  auszeichnete (Zu grosse Jeanshosen, zu grosses Shirt, zu grosse Schuhe, viel zu grosses Ego). „Ey hast auch gehört? Der Manuel hat deine Ex, die Anna, am Wochenende abgeschleppt als sie betrunken war. Der Manu hat sich dann voll für dich gerächt!!!!“, kreischte SizeZero-Blondie und lies einen schrillen Lacher los dem sich die anderen zwei Mädchen (Anhimmlerin von Blondie und Farbtopf) anschlossen. Eine quälend lange Minute voller gegacker verstrich bis Anhimmlerin sich fast nicht mehr zusammenreissen konnte. Anscheinend wusste sie auch was der (mir übrigens unbekannte) Manu mit der (mir ebenfalls unbekannten) Ex von Macho angestellt hatte. Während Blondie vor sich hin kicherte fragte Schläger (letzte Besetzung der Clique mit demselben schlechten Kleidergeschmack wie Macho, nur mit Messer bewaffnet): „Ey erzähl jetzt alte, was hat der Manu gemacht? Ich hätt sie ja grün und blau geschlagen und dann voll fett in die Limmat geworfen!“, posaunte er stolz heraus und beauftragte nebenbei Farbtopf sich auf seinen Schoss zu setzen. Farbtopf gehorchte, kicherte Anhimmlerin an (ob die zwei Damen sprechen können weiss ich bis heute nicht) und kicherte bei Schläger weiter während Bondie die Story weiter erzählte: „Ja weisst, also ich war auch da, das war voll krass und so…Die Anna ist von dem Manu abgefüllt worden und die dumme Schlampe machte sich dann natürlich an den Homie ran. Sie gingen dann irgendwann zu ihr nach Hause und er fickte sie dann im Bett ihrer Eltern. Die hat aber währenddessen voll gezickt und so…!“ erzählte Blondie mit einem grossen Grinsen im Gesicht. „Ja was hat der Homie gemacht dass sie (Anna) aufgehört hat mit Zicken? Nackt am Bett angebunden?“, fragte Macho und fand sich selbst und die Vorstellung wohl ganz lustig. Die vier warteten gespannt auf das Ende der Geschichte und drängten Blondie weiter zu erzählen. Diese konnte sich vorlachen kaum halten und steigerte in ihrem Redefluss die Lautstärke in einem extrem, dass niemand, der mit mir vier Mitreisenden (inkl. Chauffeur), an dem Ende der Story vorbeikam und zwangsläufig mithören musste.

„Yo, Manu hat der Schlampe gesagt sie soll nicht zicken und hat sie weiter gefickt so richtig Pornostyle und so bis Anna ihm eine geknallt hat. Ihr glaubt nicht wie angepisst der war und dann hat er wie im Porno die Alte umgedreht und so richtig derb und fett in den Arsch gefickt bis sie geheult hat. Voll der Harte der Manu. Hat sich dann angezogen und die Bitch liegen gelassen!!!“, johlte Blondie, die Sektenmitglieder brachen in schallendem Gelächter aus und ich traute meinen Ohren kaum. „Yeah voll der geile Hengst“ gröhlte Macho zusätzlich in die Runde. Als ich das gehört hatte war ich Stinksauer und wollte eigentlich schon aufstehen und Blondie inkl. Anhängerfraktion durch die Busscheibe nach draussen befördern (vor meinem geistigen Auge hatte ich schon die Reihenfolge parat), aber ich musste bei der nächsten Station aussteigen- Zum Glück!

An der Bushaltestelle holte ich erstmal tief Luft und war schockiert über eben gehörtes und fragte mich ernsthaft ob 14-16 Jährige heutzutage tatsächlich in der Lage sein würden so grausam und gefühlslos auf gleichaltrige loszugehen…Es ist ja nicht so dass ich glaubte die Generation nach mir würde eine vergleichsweise „harmlose“ Jugend durchleben wie ich es (im Verhältnis zu dieser Clique) geniessen durfte, aber dass man so miteinander umgehen würde… Das musste ich wirklich erstmal verdauen. Ich setzte mich also zuerst ins Café anstatt einkaufen zu gehen, wie ich es eigentlich ursprünglich geplant hatte, bestellte einen Kaffée und versuchte nachzuvollziehen was bei den fünf da schiefgelaufen sein muss. Wie kommt man auf solche Ideen? Warum muss man sich rächen? Die Ex des besten Freundes aus Frust und Rachegefühlen vergewaltigen? Mag sein dass letztere Frage ein wenig extrem klingt, aber was würden Sie, liebe Leser, bei so einer Story denken?

Ich versuchte die Story aus dem Bus zu verdrängen und suchte in meiner Tasche nach meinem Handy. Schusselig wie ich manchmal bin, fiel mir mein Handy prompt zu Boden und schlitterte unter den gegenüberliegenden Tisch. Der Junge Mann, der offenbar auf jemanden wartete, drehte sich zu mir um, hob mein Handy auf und reichte es mir zurück. Ich staunte nicht schlecht… Macho lächelte mich freundlich an! Ich bedankte mich und kam aus dem staunen nicht mehr heraus. Eine gute Minute später gesellte sich ein zierliches Mädchen zu Macho. Beide begrüssten sich mit drei Küsschen (links, rechts, links) und schweigten sich kurz darauf an. Sah schwer nach dem „Ersten Date“ aus und ich betrachtete, aufgrund des im Bus erlebten, diese Szene dennoch mit misstrauen.

Beide schienen grausam nervös zu sein, Macho wippte mit seinem Fuss auf und ab und hatte stressflecken am Hals während die Zierliche verlegen ihre Fingernägel anstarrte. Aus dem Macho ist binnen Sekunden ein Nervöschen geworden- diese Wandlung hätte ich erhlich gesagt nicht erwartet. Ich schöpfte wieder Hoffnung und vermutete das lediglich der Darstellungsdrang ihrer sexuellen Kenntnisse die Jugend heutzutage so brutal und kaltherzig aussehen lässt. Der innere Konflikt zwischen „mitreden können“ und der Entdeckung der eigenen Sexualität bringen zwangsläufig von Generation zu Generation extremere Reaktionen mit sich- eine aufgeklärte (über-) sexualisierte Gesellschaft fordert seinen Tribut.

Ich hoffe dass die Szene im Bus die unschöne Ausnahme und nicht den neuen Standart aufzeigte…

Ich hoffe es wirklich…

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Haben Sie jemals eine Flasche Desinfektionsmittel, 20 Latexhandschuhe, ein Pack Durex Kondome und zwei HIV-Schnelltest’s geschenkt bekommen?

Nein?

Ich schon.

„Strub“ würde man im Züritüütsch sagen. „Megagigahaga“ würde der Aargauer und Comedien Peach Weber sagen. „Jäjodrno denn ischs halt so“ sagt der Basler. Ich weiss nicht was ich dazu sagen soll…

Aber jetzt mal von Anfang an:

Anfang Oktober letzten Jahres war ich Nachmittags gebucht. Der Kunde, englisch sprechend, schien ganz nett zu sein und seiner Handynummer nach stammte er wohl aus Afrika, resp. der Region Kenia und hiess John.

Als ich vor seinem Hotel stand rief ich John an um ihm mitzuteilen dass er mich in der Lobby abholen könne. Freudig nahm John dies zur Kenntnis und meinte ich solle einfach unten warten, er sei gleich da. In der Lobby angekommen geisterte ein Mann (mitte fünfzig, schnauzträger, in einem verzogenen Muskelshirt, in violett-orange-gelben Jogginghosen und knallgelben Nike Turnschuhen) herum, der auf mich einen lustigen Eindruck machte, ich aber nicht weiter beachtete (lustiges Kerlchen). Ich studierte gerade die altmodische Tapete (scheussliches Muster im übrigen) als mich dass Kerlchen in Knallfarben von der Seite anstupste und sich als John vorstellte. Er hüpfte freudig von einem Bein auf das andere (Lockerungsübung) und er erklärte mir dass er gerade am Zürichsee seine Joggingrunde gelaufen sei. John erklärte ebenfalls das sein nervöses rumhüpfen auch meiner Person gelte, er sei wahnsinnig aufgeregt, betonte allerdings er müsse noch was prüfen. Aha. Ja dann gibts anscheinend noch was zu prüfen.

Auf dem Weg zum Zimmer hastete John durch den Gang zu seinem Zimmer und bat mich ein wenig hektisch herein. Ich setzte mich auf die Couch und bekam von John ein Glas Weisswein angeboten. Bis dahin alles in Ordnung. John entschuldigte sich kurz und ging Duschen. Jetzt hatte ich kurz Zeit und musterte Mal das Zimmer. Grosse Fenster, grosses Bett, grosse Minibar, schickes Badezimmer, antiker Schreibtisch und wieder die scheussliche Tapete (falls sie sich jetzt fragen was die Tapete damit zu tun hat… Nichts ich wollt das nur mal loswerden!).

John sag frischfröhlich unter der Dusche „Old Mc Donald“ und ich sah mich währenddessen weiter im Zimmer um. Auf dem Schreibtisch lag eine grosse Plastiktüte mit Gummihandschuhen, daneben ein Desinfektionsmittel und ein schwarzer Karton. „Für was er die Handschuhe wohl brauchen wird“ fragte ich mich im stillen.

Als ich mich wieder brav auf die Couch gesetzt hatte kam auch schon John aus dem Badezimmer und setzte sich zu mir. Er schenkte mir Wein nach, er versuchte sich an einem Feldschlösschen Bier. John erzählte von seiner Farm in Kenia, seinen 80 Mitarbeitern und von den schlimmen Aufklärugsrückständen Betreffend AIDS. Er fragte mich wie es in Europa sei, ob viele mit HIV infiziert seien und beendete den Satz mit der prägnanten Frage ob ich AIDS habe.

Ich verneinte empört und empfand die Frage als Beleidigung. John zeigte auf den Plastiksack mit den Handschuhen und dem Desinfektionsmittel und sagte er würde mich jetzt testen. Ich sollte dafür beten ihn wegen der AIDS Frage nicht belogen zu haben. John desinfizierte seine Hände, zog die Gummihandschuhe an und öffnete den Schwarzen Karton. In Plastik eingeschweiste Schnell HIV-Test’s. „Na gut, wenn’s denn sein muss“ dachte ich mir und schaute gespannt zu wie der der Schnelltest vorbereitet wurde. John öffnete das Päckchen, nahm den Tester heraus (ähnelt einem Schwangerschaftstest) und ein ovales Plastikteil was sich als Nadel herausstellte. Er befahl mir meinen Zeigefinger auszustrecken und pikste zu. „Ich habe gestern schon ein Callgirl ins Hotel bestellt, aber die ist nicht aufgetaucht. Die hat sicher AIDS.“ sagte er und drückte an meinem Finger herum bis ein Bluttropfen heraus kam den er in die Öffnung des Test’s tropfen lies. Was für eine Aussage war dass denn eben? Ich wusste nicht was ich von eben gesagtem halten soll und bevor ich zu einem Schluss kam wurde Wein nachgeschenkt und ich bekam ein Pflaster auf meinen Finger. „In Kenia gibt es so viele HIV Infizierte, da muss man vorsichtig sein. Und da ich die Lage in Europa nicht kenne teste ich alle Callgirls die ich buche. Wenn in fünf Minuten herauskommt dass du infiziert bist kannst du gleich wieder gehen!“ erklärte mir John mit bestimmter Stimme. Ich schluckte. Ich wusste ja dass ich nichts habe aber seine miese Stimmung war trotz allem sehr beunruhigend. Auch die These dass jedes Callgirl welches nicht bei ihm auftaucht oder er noch nicht gebucht hat habe sicher AIDS stimmte mich nicht fröhlicher…

Die fünf Minuten wollten nicht rumgehen und mich beunruhigte sein grimmiges Gesicht weiterhin. Der Versuch mich mit Weisswein abzulenken gelang nicht wie erwünscht und ich starrte aus Trotz die Tapete an und fragte mich wer wohl für diese Schandtat von Wandverzierung verantwortlich gewesen war.

„Du hast kein AIDS“ durchbrach John die Stille und meinte wir können also zum wesentlichen übergehen. Er grapschte neue Handschuhe aus dem Plastiksack und gab sie mir. „Zieh die an“ befahl er.

Ich brauche wohl nicht zu erwähnen dass die restliche Zeit sehr steril verlief. Als ich mich wieder anzog trottete John ins Bad und desinfizierte sich alle Stellen die ich berührt oder berührt haben könnte. Ich setzte mich wieder artig auf die Couch und wartete darauf dass John wieder erscheinen würde. Meine Aufmerksamkeit ging fast schon wieder zur Tapete über als John zurück kam und zwei Briefumschläge aus seiner Aktentasche nahm. Den einen überreichte er mir mit den Worten: „Dein normales Honorar“ und den anderen Umschlag quittierte er mit „Gesundheitstrinkgeld“. Als wäre das nicht genug gab er mir ein Fläschchen seines Desinfektionsmittels, 20 Gummihandschuhe, ein Päckchen Durex Kondome (extra reissfest) und zwei HIV Schnelltests mit auf den Weg. „Teste alle deine Kunden und fass keinen mehr ohne Handschuhe an, du weisst nie wer infiziert ist!!“

Mit diesen Worten wurde ich aus dem Zimmer entlassen. John schüttelte mir die Hand (Gummihandschuhe) und schloss die Tür.

Im Lift öffnete ich den „Gesundheitsumschlag“ und fand nebst den „Tips“ noch ein Zettel mit den Worten:

*Congratulation, You’re a good Girl*

In diesem Sinne,

Good Girl ende.

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Ich möchte euch von einem unangenehmen Erlebnis berichten welches Ende August stattfand.

Freitag Abend, das Zürich Openair ist in vollem gange.

Nachdem ich schon in der Region Zürich unterwegs war, erhielt ich einen Anruf. Der Herr am Ende der Leitung wirkte gestresst, genervt und war in höchstem Masse misstrauisch.

Der Mann am anderen Ende der Leitung stellte sich als Tarik vor und fragte, in einem mir unsympathischen Ton, ob ich noch verfügbar sei für eine Buchung in der Stadt Zürich nähe Langstrasse. Ich antwortete (leider) wahrheitsgemäss, dass ich in zwei Stunden bei ihm sein könne und verfluchte mich innerlich schon für diese Aussage da mir dieser Tarik mehr als unsympathisch war. Da ich allerdings gut erzogen worden bin (leider? leider!) wollte ich mich nicht mehr aus der Situation rausreden und was von „Oh, tut mir leid ich bin doch schon ausgebucht“ erzählen. Tarik fragte in einem harschen Ton nach Buchungszeit und Preis. Ich antwortete auch hier wieder standesgemäss mit den Fakten und fluchte innerlich weiter.

Also abgemacht, zwei Stunden gebucht, die Daten sollte ich innerhalb von 10 Minuten per SMS erhalten. Ich hoffte das ich mich täuschte, dass Tarik in Live und in Farbe freundlicher oder zumindest sympathischer auftrete als am Telefon.

HaHaHa- Dreimal laut gelacht! Auf WAS ich mich genau eingelassen hatte sollte ich um 02 Uhr erfahren.

In der von Tarik genannten Strasse angekommen stellte ich fest das ich zuerst noch an einer Dönerbude vorbei gehen musste um schlussendlich in einen Hinterhof zu gelangen. Unweit von mir starteten zwei betrunkene Halbstarke eine Schlägerei, ich suchte immernoch verzweiflet den Eingang dieses verdammten Hauses (ja, meine Laune war immernoch im Keller)!

Als ich den Eingang schliesslich gefunden und geklingelt hatte, öffnete sich nach einer schier endlos langen Minute die Tür . Im Treppenhaus kam mir eine scheinbar betrunkene und dürre Gestalt entgegen. Ich spekulierte auf einen Mann mit langen Haaren, war mir aber nicht sicher, da diese Person ihr Gesicht unter eine Kaputze versteckte- im schlimmsten Fall war es auch meine Vorgängerin die gerade bei Tarik war. Ironie ist was schönes, aber tragischerweise war diese Vorstellung 15 Minuten später gar nicht mal so abwegig.

Ich huschte zum Lift, drückte den Knopf der mich in den zweiten Stock bringen sollte und schickte meinen Fahrer eine SMS mit dem Hinweis das ich eventuell schneller aus dieser Wohnung draussen sein könnte als gedacht.

Tariks Haustür stand offen und ich trat ein. Begrüsst wurde ich von einem Koloss. Ein Meter sechsundneunzig gross, doppelt so breiten Schultern wie ich sie habe und Armen die meine Oberschenkel hätten sein können. Schluck!

Ich sah mich wie gewohnt rasch in der Wohnung um und sichtete fünf Flaschen Barcardi (zwei davon leer, eine war angebrochen, eine angefangene Flasche Wodka und ein Teller mit Kokain. Das konnte ja heiter werden.

Tarik begrüsste mich mit drei Küsschen und führte mich ins Wohnzimmer. „Willst du was trinken?“, fragte mich Tarik in einem dermassen gelangweilten Ton, dass ich mich fragte ob die Buchung ein schlechter Scherz sei. Ich warf nochmals einen Blick auf die oben erwähnten Flaschen und fragte ihn ob er noch was anderes ausser Barcardi und Wodka dahabe. Sein Blick veränderte sich von gelangweilt zu genervt und verneinte. „Ich habe Wodka und Barcardi, wenns dir nicht passt bist selber Schuld!“ Frau unterlässt lieber Fragen nach alternativen….

Mein werter Kunde bat mich auf dem Sofa platz zu nehmen und mich meiner „überflüssigen“ Kleidung zu entledigen. Nun sass ich in Dessous und Stiefeln auf dem Sofa und wusste nicht so recht wies jetzt weiter gehen sollte. Tarik setzte sich zu mir, in der einen Hand die angebrochene Barcardi Flasche, in der anderen sein Portmonee und überreichte mir den abgemachten Betrag. Als ich das Honorar in meiner Tasche verstaute warf er ebenfalls einen Blick in meine Handtasche und versuchte etwas herauszunehmen  (Ohne Worte…!). Ich setze ein lächeln auf und sagte in einem bittersüssen Ton: „Versuch noch einmal in meine Tasche zu greifen und ich hack dir die Hand ab“.

„Nur kein Stress Mädchen, ich bin doch ein Kunde und darf ja wohl wissen was du da alles dabei hast!“ (Info: Nein darf man nicht, wer das wissen will soll doch bitte fragen!) Tarik gluckste und bot mir eine Line an. „Entspann dich, alle meine Mädchen sollen entspannt sein“ beschwörte er mich- „Wie bitte alle deine Mädchen? Sind da noch welche in der Wohnung versteckt?“ dachte ich mir und lehnte dankend ab. Stattdessen schnappte ich mir eine Zigarette von ihm. „Weisst du ich kenn mich mit Mädchen wie dir aus. Willst professionell sein, aber wenn man genug Kohle und Stoff hat darf man doch alles mit machen, hab ich nicht recht?“ Nun war ich richtig sauer, aber Frau sollte ja so gut es geht Haltung bewahren. Ich zog stumm an meiner Zigarette, fragte mich was ich getan habe das ich hier gelandet bin und beantwortete meine Frage mit der Erkenntnis das ich mein Gerhin öfters benutzen sollte wenn mir am Telefon jemand unsympathisch erscheint. Plötzlich öffnete jemand die Schlafzimmertür und ich zuckte zusammen. Himmelarsch und Zwirn was ist denn jetzt los? Ich war so oder so schon angespannt, einerseits wegen dem Muskelpaket neben mir und der Tatsache wegen das dieses Muskelpaket zugekokst und betrunken war. Aus dem Schlafzimmer kam eine Anatomische Kopie von Tarik- genau so gross, genau so Muskulös und nebenbei bemerkt ebenfalls zugedröhnt.

Ich wandte mich an Tarik: „Tarik mein Lieber, so war dass nicht abgemacht, ich dachte wir sind nur zu zweit, von einem Freund hast du am Telefon nichts erwähnt?“ Meine Bemühungen diese Frage so freundlich wie möglich zu stellen scheiterten.

Hätte ich doch einfach mal meinen Mund gehalten und ohne grosse Diskussionen die Wohnung verlassen…!

Teil 2 folgt in kürze..

* Für die, die es noch wissen wollen:

In meiner Handtasche befinden sich folgende Gegenstände:

-Handy

-Kondome

-Massageöl

-Make Up

-Deo/ Parfüm

-Mein Portmonee

-Zigaretten

und zu guter letzt: Kaugummi!

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Der Sommer kam, sah und siegte…Tag für Tag. Daran wird sich laut Meteorologen  bis ende dieser Woche nichts ändern. Also schwitzen wir fleissig weiter, geniessen die Sonne so gut es geht und gehen am Wochenende an Parties und Veranstaltungen einzig für den Sommer gemacht sind: Openairs! In allen Formen… Openair Kino, Openair Parties rund um die Gewässer verteilt, Openairs im klassischen Sinne usw. Diese Form von Party/ Unterhaltung boomt. Die Sportgeschäfte verzeichnen Spitzenumsätze im Bereich Outdoorartikel: Zelte, Isomatten, Schlafsäcke, Gaskocher und was man nicht alles braucht um in der freien Natur überleben zu können. Allerdings gibt es noch zwei Wirtschaftssektoren welche im Sommer ein massives Umsatzplus verzeichnen.

Das anerkannte Geschäft mit dem Alkohol ist einer davon. Nebst Bier, Bier und Bier (sogar auf den Booten und Pedalo’s) werden in den Freiluftbar’s den Barkeepern die Cocktails (je nach Tageszeit und vorhergehendem Alkoholpegel) schon fast aus den Händen gerissen. Trinken, trinken, trinken bis nichts mehr steht (ob Mann oder Frau, die Unterschiede sind oftmals gering).

Der zweite, eher unkonventionelle, Wirtschaftssektor der auch im Sommer ein Plus verzeichnen kann, ist wohl der

Dealer haben im Sommer Hochsaison (Quelle: sxc.hu by caz777)

Drogenhandel. Nähe den Gewässern, zwischen Grill- und Goaparty haben sich die Marihuana- und LSD- Dealer etabliert, in den Stadtzentren boomt nachwievor der Kokain- und Speedverkauf. Warum der Konsum solcher Pflanzen, Pülverchen und Kapseln ausgerechnet im Sommer, bei Durchschnittstemperaturen von 33°, ansteigt ist für mich nicht nachvollziehbar. Generell kann ich mit genannten und allen anderen Stimmungsaufhellern nichts anfangen, da bleib ich bei meinen Cocktails und Zigaretten. Richtet ja schon so genug schaden an.

Manche Kunden, welche ich nur in den Sommermonaten zu Gesicht bekomme,  haben ihre ganz eigene Konsumpolitik.

Paradebeispiel ist in diesem Falle Fabian:

Fabian, einer in den „anfangsdreissigern“, bucht ausschliesslich im Sommer, vorzugsweise an Wochenenden. Sein Lieblingsgetränk Whiskey-Cola geht bei ihm runter wie Wasser, dementsprechend ist sein Zustand wenn ich bei ihm ankomme. Die Begrüssung gestaltet sich meist ein wenig lauter, aber stets freundlich. Dann kommt meist, nebst der obligaten Frage wie es mir gehe und was ich an diesem schönen Tag gemacht habe, die Frage ob es mich stören würde wenn er was ziehe. Meine Standartantwort und auch mein Grundsatz: „Du kannst konsumieren was und wieviel du willst, wenn du dich nicht mehr im Griff haben solltest, erlaube ich es mir zu gehen.“ Wie ich festgestellt habe, fahre ich auf dieser Schiene ganz gut und auch Fabian befürwortet meine diesbezügliche Einstellung. Die Regeln sind klar.

Fabian bringt mir, wenn auch ein wenig schwankend, ein Glas Wein und meinen Umschlag. „Machen wir mal eine Stunde und schauen in welchem Geisteszustand ich dann bin“, erklärt mir Fabian. Gut, mit so einer Ansage ist auch für mich klar, dass ihm bewusst ist was für Auswirkungen sein Konsum auf seinen Körper hat. Nachdem ich die SMS an meinen Fahrer getippt und den Umschlag in meiner Tasche verstaut habe, zieht Fabian die erste Line. Im Hintergrund dröhnt Trance und House aus seiner Stereoanlage. Keine Minute später ist die zweite Line auch schon weg. Sein Glas füllt (und trinkt) sich beinahe im zwei Minutentakt. Nach gut 45 Minuten reden, trinken, lachen, knutschen und fummeln mache ich ihn auf die Uhrzeit aufmerksam. Fabian steht auf, geht ohne Umschweife zum Spiegel und betrachtet sein Äusseres. „Wie eine Mumie seh ich ja noch nicht aus, magst noch eine Stunde bleiben?“, fragt er grinsend. „Es ist Wochenende, ich habe Zeit“ antworte ich ebenfalls grinsend und sehe zu wie Fabian freudig zu seiner Jacke läuft und nach seinem Portmonée sucht. Nachdem der finanzielle Teil für die nächste Stunde abgeschlossen ist, füllt Fabian mein Weinglas wieder auf und wir machen weiter wo wir ein paar Minuten zuvor aufgehört haben.

Fabians Körpermitte war, wie zu erwarten, sichtlich überfordert mit dem Alkohol, dem Kokain und der Tatsache das da noch irgendwie Blut in die Leistengegend gepumpt werden muss. Die nächsten paar Minuten sind, wortwörtlich, ein einziges auf und ab. Fabian, dem diese Situation nicht ganz unbekannt ist, drückt mir mein Weinglas in die Hand und sagt lachend: „So jetzt trinken wir, ich rauch noch was und du steckst dir eine Zigarette an.“ Oha! Na dann Prost. Während er seinen Drehkünsten fröhnt erzählt mir Fabian von seinem Konsumverhalten.

Weisst du, von Montag bis Freitag habe ich von Morgens bis Abends nur Stress. Irgendwann muss man abschalten können. Die einen gehen Joggen, andere Lesen, ich ziehe ein paar Lines, trinke und rauche am Wochenende!

erläutert mir Fabian mit einem sachlichen Unterton. Er raucht den Joint an, und sitzt zufrieden auf seinem Hocker. Als seine Lust überhand nimmt, starten wir den Versuch erneut. Allerdings ist die Lust rein im Kopf vorhanden. Seine Körpermitte macht immer noch keine Anstalten da mitzuspielen. „Na dann soll’s heute wohl nicht sein. Ist wohl das Kokain. Das musste ja so kommen“, sagt Fabian trocken, grinst mich an und bereitet demonstrativ seine nächste Line vor. Höflich wie Fabian ist, bietet er mir die Line an. Ich lehne dankend ab und bin froh, dass er nicht krampfhaft etwas herbeiführen will, was  in seinem Zustand körperlich schlichtweg nicht möglich ist. Solche „Patienten“ gibt es leider auch zu genüge.

Bemerkung am Rande :

Man kann den Körper nicht in Stress versetzen und ihn dann zwingen sich zu entspannen. Erst recht nicht wenn Drogen im Spiel sind.

Die zweite Stunde neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu, Fabian bedankt sich bei mir und entschuldigt sich gleichzeitig für seinen hohen Alkohol und Drogenkonsum. „Kein Problem. Wie schon gesagt: Ob und was du etwas konsumieren willst ist dir überlassen. Die Auswirkungen kennst du ja“, sage ich zu ihm und kann mir ein grinsen nicht verkneifen. „Die Sauberfrau hat gesprochen und eigentlich hast du ja recht. Aber was solls. Schön wars trotzdem. Danke.“, sagt Fabian mit einem lächeln im Gesicht und umarmt mich zum Abschied. Der süssliche Geruch seiner Haut (Kokain), der sich für die nächsten 30 Minuten in meiner Nase festsetzt, der mit Marihuana und Whiskey-Cola gemischte Abschiedskuss…

So schmeckt der urbane Mythos von Sex, Drugs & Rock’n Roll

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Es gibt Kunden welche mir vom ersten Moment an  suspekt sind. Sei es durch Äusserungen welche meinen Job betreffen, das Rotlichtgewerbe im Allgmeinen oder durch das Talent nicht zu wissen was man(n) möchte.

Einer dieser Kunden ist Martin.

Martin ist Single (wenn man es genau nimmt geschieden), dümpelt seiner Ansicht nach seit Jahren auf der gleichen Karrierenstufe herum, hat ein schlechtes Gewissen weil er zuwenig Sport macht und befindet das Rotlichtgewerbe für  moralisch unvertretbar. Dennoch war ich bei ihm. Mehrmals!

Wie kommt’s?

Beginnen wir am besten von vorne:

Schon alleine das Buchungsverfahren mit Martin gestaltet sich aufgrund seiner Moralvorstellung mehr als problematisch. Meist kommt zwischen 13 und 14 Uhr die erste Email mit der Nachfrage zu meinem Befinden und ob ich ihn am Abend besuchen möchte. Nach der Beantwortung seiner Email geht es meistens keine 5 Minuten bis ich seine Antwort auf dem Bildschirm habe. Diese fällt in neun von zehn Fällen so aus:

Hallo Steffi. Danke für deine schnelle Antwort. Ich bin hin- und hergerissen…Eigentlich wollte ich dich nur fragen wie es dir geht, buchen möchte ich eigentlichen gar nicht. Entschuldige die Störung.

Nun soweit so gut, ich beantworte auch diese Email. Eigentlich hätte sich die Sache jetzt erledigt, wenn da nicht zwei Stunden später eine Mail von Martin im Posteingang auftauchen würde.

Martin erklärt mir, dass er nun doch buchen möchte, aber es sei das letzte Mal. Ich sollte mich auch so kleiden wie ich mich wohlfühle und müsse mich nicht schminken, da er sonst ein schlechtes Gewissen habe wenn ich so viel Zeit im Bad verbringen würde nur wegen ihm. Trotz allem erwartet Martin meine Wenigkeit geschminkt, frisiert und zurechtgemacht, mir direkt mitteilen kann er dies aufgrund seines schlechten Gewissens, resp. seiner Moralvorstellungen nicht.

Pünktlich komme ich bei Martin an, klingle und werde heraufgebeten. Martin macht meist einen unzufriedenen und gestressten Eindruck auf mich, stellt aber punkto zittern jedes Espenlaub in den Schatten. Es ist ihm anzusehen das er hin- und hergerissen ist zwischen Lust und Moral ein wenig verloren ist und mich eigentlich gerne wieder nach Hause schicken würde. Aber er tut es nicht weil er weiss, dass er es ein paar Minuten später bereuen wird, erzählte er mir bei einem früheren Besuch.

Nun komme ich ab diesen Zeitpunkt  immer in einen Gewissenskonflikt. Sollte ich wieder gehen? Soll ich bleiben obwohl er sich nicht entscheiden kann und nicht weiss was er möchte? Ist mein Honorar für seine Situation gerechtfertigt? Hätte ich gar nicht zusagen dürfen, weil ich über seinen Gewissenskonflikt weiss?

Die Antwort auf alle Fragen: Apfelmus! Ich habe zu oben genanntem Zeitpunkt keine Ahnung!!

Ich begebe mich ins Wohnzimmer, Martin trottet wie ein geschlagener Hund hinter mir her und brabbelt etwas vor sich hin. Nachdem ich mein Glas Wein (welches wie üblich bereit stand) in einem Zug geleert habe (Ausnahmesituation) beginnt Martin seine Hose auszuziehen. Die Errektion ist jedes Mal klar vorhanden, allerdings wandert sein Blut meist wieder woanders hin sobald ich in die Nähe seiner Leisten komme. So auch dieses Mal. Martin zieht sich wieder an, setzt sich neben mich und meint beleidigt:

„Es geht nicht, also lassen wir’s am besten. Ich bin eh nicht wirklich in Stimmung.“

Aha…Nun gut, was tun? Bevor ich mir einen Masterplan der Superlative ausdenken kann um Martins Laune ein wenig zu steigern, erzählt er mir von seiner Exfrau. Seit der Scheidung fühle er sich mies und er vermisse seine Frau. Warum er es überhaupt soweit kommen lassen habe, man hätte ja zur Eheberatung gehen können. Martin erläutert mir seine angeblichen Fehler angefangen bei: „Ich hätte mehr im Haushalt mithelfen sollen“ bis hin zu: „Ich hätte ihr jeden Tag sagen sollen wie sehr ich sie liebe“

Ich höre artig zu und denke mir meins zu seiner gescheiterten Ehe, dazu später mehr.

Die gebuchte Stunde zieht sich in die Länge, mein schlechtes Gewissen ihm gegenüber verfliegt allerdings, da ich zu diesem Zeitpunkt wieder einmal der Ansicht bin, dass Martin alt genug ist um Entscheidungen zu treffen und diese nicht in meiner Verantwortung liegen. Die Antwort „Apfelmus“ können wir also getrost stornieren.

Wie schon bei den vorherigen Besuchen bittet mich Martin meist nach 45 Minuten zu gehen. Allerdings lässt seine Tonlage nicht erahnen ob er wütend, frustriert oder traurig ist… Was die ganze Sache mit dem Abschied nehmen einen unangenehmen Moment werden lässt. Aber Martin löst dieses Problem, wenn auch ein wenig unorthodox. Ich werde mehr oder weniger vor die Tür gesetzt und das wars. Kein Tschüss, kein gar nichts. Na gut, dann soll es halt so sein und ich hätte es ja wissen müssen.

Auf dem Rückweg zu meiner Wohnung kam ich nicht umhin mich zu fragen ob Martin während seiner Zeit als Ehemann auch so extrem „entscheidungsfreudig“ war wie jetzt. Wenn ja, würde das zumindest mal die Trennung von seiner Frau erklären. Meiner Ansicht nach sollte ein Mann in einem bestimmten Alter fähig sein, vollumfänglich hinter seinen Entscheidungen stehen zu können. Ebenfalls sollte man einer Beziehung auch gemeinsam Entscheiden, egal wie wichtig oder unwichtig die Sache ist. In Martins Fall glaube ich das dies schon in dieser Ehe nicht seine Stärke war.

In meiner Vorstellung hat seine damalige Frau vermutlich gefragt: „Bist du MANN oder MAUS?“ und Martin konnte sich nicht entscheiden.

Tschüss und weg war Sie. Vermutlich mit einem Mann, der ein schickes Oldtimer- Cabrio fährt und seine beruflichen Ziele erreicht hat weil er seit jeher dieses Leben leben wollte.

Ein letztes Wort zu Martin:

Er wird sich unter Garantie früher oder später wieder bei mir melden. Meine lieben Leser, was meint ihr zu Martin?

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Ich möchte mich heute einem Zeitungsartikel widmen welcher am 9. Juni dieses Jahres in der Pendler und Gratiszeitung 20 Minuten erschienen ist.

Eine Vergewaltigung ist für die betroffenen Opfer grausam, abscheulich, erniedrigend und raub der eigenen Würde. Es wird nicht nur der Körper der geschändet, es ist auch ein eindringen in die Seele der betroffenen. Die Täter hinterlassen einen Menschen voller Scham und Verzweiflung. Das empfinden, das Leiden und die Qualen der Opfer kann man vermutlich nur ansatzweise nachvollziehen….So auch ein Richter aus dem Waadtland.

Dieser Richter verurteilte einen Mann wegen Sexueller Nötigung zu 3 Jahren Freiheitsstrafe, die hälfte davon bedingt. Warum? Zwischen 1997 und 2006 vergewaltigte der Täter 5 Prostituierte. Der Richter milderte das Strafmass da es sich ja „nur“ um Prostituierte handelte (welche anscheinend damit rechnen müssen das so etwas mal passiert- also alles halb so schlimm??). Unhaltbar diese Taten so noch zu rechtfertigen!

Es darf, meiner Meinung nach, nicht sein das ein Richter den Vergewaltiger einer Verkäuferin strenger und härter bestraft als ein Mann der mehrere Prostituierte vergewaltigt hat. Hallo? In was für einer Welt leben wir hier eigentlich? Der Beruf darf in so einem Fall keine tragende Rolle spielen, sondern die Tat als solches und deren Auswirkungen müssen erste Priorität haben.

Das ein Richter ein solches Urteil fällen darf erschreckt mich…Vor allem wenn man bedenkt das der Täter keine Reue zeigte und vermutlich die ganze Verhandlung gar als lästig empfand.

Das Bundesgericht bekam dieses Urteil glücklicherweise mit und stellte klar das eine Prostituierte nicht weniger Rechte habe und ihr unangenehme Praktiken genau so verweigern darf wie jeder andere Mensch auch. Richtig so! Wenigstens ein paar dieser Leute brauchen ihren Kopf nicht nur zum Haare tragen sondern auch zum Denken.

Hier noch der besagte Artikel aus der Zeitung 20 Minuten

http://www.20min.ch/news/schweiz/story/31344380#talkback

Was ist eure Meinung zu dem Zeitungsartikel?

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Komplimente sind etwas schönes, bestärken, motivieren und bringen einen in Verlegenheit.  Letzteres ist, zumindest bei mir, immer der Fall aber ich freue mich natürlich über nette Worte zu meinem Aussehen oder zu der Wahl meiner Kleidung.

Allerdings gibt es Komplimente die mich stutzig machen, so folgendes Erlebnis welches noch nicht all zulange zurück liegt:

Ein  Herr, sympathisch schon am Telefon, buchte meine Wenigkeit aufgrund der Fotos die er von mir gesehen hat. Ich sei genau das was er gesucht habe! Figur: Genau richtig! Gesicht: Genau sein Geschmack! Nationalität: Schweizerinnen sind ihm das Liebste! Serviceangebot: Top!

Insgesamt also alles optimal.

Der Herr, dessen Name ich vergessen habe, wir der Einfachheit halber einfach Paul nennen, öffnete mir die Tür und bat mich freudestrahlend herein. Soweit alles toll, keine Frage.

Ich ahnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht wie von den gebuchten Eineinhalb Stunden die letzten 15 Minuten ablaufen würden. Aber der Reihe nach…

Paul bot mir ein Glas Wein an und brachte unverzüglich zwei Gläser ins Wohnzimmer mit. Nachdem wir 5 Minuten Smalltalk betrieben haben bat mich Paul aufzustehen damit er mich als ganzes betrachten könne. Gesagt getan und ich wurde von Komplimenten zu meinen Haaren, meiner Figur und meiner Kleiderwahl überhäuft. Ich würde lügen wenn ich behaupten würde diese Situation sei mir unangenehm gewesen.

Ein paar Minuten später gings auch schon Richtung Schlafzimmer und wir beschäftigten uns eine gute Stunde miteinander, auch währenddessen erhielt ich ein Kompliment nach dem anderen zu oben genanntem und wusste auch bald nicht mehr was sagen ausser „Danke“ und „Das ist aber nett von dir“.

Die Zeit verflog und ich signalisierte das ich, bevor ich gehe, gerne schnell unter die Dusche springen würde. Auch hier wieder:

Wow du siehst einfach toll aus, GENAU das was ich gesucht habe!

Nach meiner Dusche suchte ich meine Kleider zusammen und setzte mich aufs Bett. Paul, der einen Nervösen Eindruck auf mich machte schaute mich wieder von oben bis unten an und meinte: „Steh nochmal auf bitte“ Erneut stand ich vor ihm und der musterte mich mit einem Kritischen Blick und blieb mit seinen Augen bei meinem Becken hängen.

Du bist wirklich genau das was ich gesucht habe, aber hast du dir schonmal darüber Gedanken gemacht an deiner Hüfte ein wenig abzunehmen?

Währenddem er diese Frage aussprach versuchte er Haut, resp. Eine imagninäre Spreckrolle zu greifen.

Ich schaute ihn fragend an und antwortete: „Nun ich kann natürlich schon abnehmen, aber mein Becken, resp. Meine Hüften die existieren weiter. Die sind so breit!“  (Bemerkung am Rande: Mein Arzt bezeichnet mein Becken als „gebärfreudig“, muss ich noch was dazu sagen??)

Leichte Enttäuschung machte sich auf Pauls Gesicht breit. „Du kannst also gar nichts mehr abnehmen an dieser Stelle und kannst nicht schlanker werden? Ich steh halt so auf schlanke Frauen“ meinte er bedrückt.

„Nein ich kann da nicht schlanker/schmaler/dünner werden, ausser ich säg mich in zwei hälften“, meinte ich Augenzwinkernd. Paul, sichtlich geknickt, erwiederte nichts und grübelete vor sich hin währendem ich mich langsam aber sicher fertig angezogen hatte und kritisch in den Spiegel schaute. Unsicherheit machte sich bei mir breit.

Paul geleitete mich noch zur Haustüre und versicherte wie schön die Zeit mit mir war und wie sehr er es genossen habe mit mir zusammen zu sein. Diese Worte beruhigten mich und ich verwarf den Gedanken an eine Diät, welcher sich in den Minuten zuvor manifestierte, wieder.

Bis zu folgendem Satz:

Du bist wirklich genau das was ich gesucht habe, aber du bist mir ein wenig „zu“ fraulich, wenn du dünner bist ruf ich dich sicher wieder an.

Ohne Worte….Ich persönlich werd bis heute nicht Schlau aus solchen Aussagen…

Was darf/soll/muss sich Frau nach so einem hin und her denken? Bin ich ihm nun zu dick? Zu rund an den Hüften? War er doch nicht zufrieden mit dem was er bekommen hat?  Antworten müssen her! 🙂

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